Ensemble BlauerReiter
Foto: KLANGWORK/Schmidt

Ensemble BlauerReiter

Das Ensemble BlauerReiter, eine noch junge, aber höchst dynamische und bereits deutlich hörbare „Stimme“ in Münchens Neuer-Musik-Szene, wurde von Armando Merino 2014 gegründet. In seinen Konzertprogrammen widmet sich das Ensemble der Musik des 20. Jahrhunderts bis hin zur Aufführung zeitgenössischer Partituren in enger Zusammenarbeit mit Komponisten verschiedenster Kulturkreise, Konzertdesigner und Kulturmanagern.

Neben der hohen künstlerischen Qualität sind es die Lust am Experiment und die Konzeption vielfarbiger Programme, die das Ensemble auszeichnen. Der Name „Blauer Reiter“ verweist auf den berühmten Kreis Münchner Avantgardekünstler, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrer Neugier, ihrer Suche nach neuen Ausdrucksformen, der modernen Kunst den Weg bereiteten. Die Mitglieder des Ensemble BlauerReiter kommen aus Deutschland, Spanien, Italien und Griechenland und verfügen alle über langjährige internationale Erfahrungen in der Aufführung Neuer Musik.

Mit zahlreichen Aufführungen u. a. im Schwere Reiter München, in der Allerheiligenhofkirche der Residenz, im Nymphenburger Schloss und bei jetzt:musik! Augsburg hat sich die Formation einen festen Platz im regionalen Kulturleben erspielt. In seiner Reihe „code modern“ entwickelt das Ensemble für jedes Konzert ein spezielles Motto, welches das gesamte Programm strukturiert. Die Reihe will auf diese Weise einem breiten Publikum die verschiedenen Strömungen und wichtigsten Werke der letzten 100 Jahre im Zusammenklang mit den neuesten Tendenzen aktueller Musik näherbringen. Nach gefeierten Konzert-Höhepunkten in Zusammenarbeit mit Komponisten wie Minas Bobourdakis, Fabián Panisello oder Wei-Chieh Lin und Münchner Erstaufführungen von Werken Iannis Xennakis‘ oder Fausto Romitellis sowie einem Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks wird das Ensemble seine Aktivitäten 2019 weiter auf internationaler Plattformen ausbauen. 

Zinaida Kodrič

Zinajda Kodrič | Flöte

Zinajda Kodrič wurde in Trieste/Italien geboren. Ihr Flötenstudium am dortigen Konservatorium Giuseppe Tartini in der Klasse von Luisa Sello schloss sie 2007 mit Auszeichnung ab. Anschließend absolvierte sie an der Kunstuniversität Graz zunächst ein Masterstudium Orchesterinstrument in der Klasse von Professor Nils-Thilo Krämer sowie den Masterstudiengang „Performance Practice in Contemporary Music“ unter der Leitung von Mitgliedern des Ensembles Klangforum Wien bei Eva Furrer und Vera Fischer. Im September 2011 wurde sie als beste Absolventin der Kunstuniversität Graz ausgezeichnet – gleichzeitig als eine der 50 besten Absolventen des Jahres aller Universitäten Österreichs. Seit dem Jahr 2012 arbeitet sie als Substitutin im Ensemble Klangforum Wien. Im Sommer 2013 debütierte sie als Solistin im London Contemporary Orchestra, in dem sie seitdem Mitglied ist.

Ihre Liebe für zeitgenössische Musik teilt sie auch mit ihren Kollegen des 2013 gegründeten Ensemble Schallfeld in Graz/Österreich. Ihr ordentliches Studium ergänzte sie durch Meisterkurse mit Mario Caroli, Franco Massaglia, Raphael Leone, Hansgeorg Schmeiser, Rien De Reede und Thies Roorda. Seit Juni 2012 arbeitet sie zudem im italienischen Rundfunk RAI als Musikjournalistin und Essayistin.

Oliver Klenk

Oliver Klenk | Klarinette

Oliver Klenk, 1977 in Stuttgart geboren, studierte zunächst am Richard-Strauss- Konservatorium bei Hubert Hilser und wechselte dann an die Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar zu Professor Martin Spangenberg. Dort schloss er sein Aufbaustudium 2005 mit Auszeichnung ab. Sein Können stellt er seither regelmäßig als Aushilfe in namhaften Orchestern wie dem Bayerischen Staatsorchester, dem Symphonieorchester des bayerischen Rundfunks, dem Münchner Kammerorchester, dem Nationaltheater Mannheim und dem Gürzenich in Köln unter Beweis.

Auch als Solist und Kammermusikpartner ist er gefragt und konzertiert in Italien, Frankreich, Spanien, Japan, der Ukraine und Tschechien, sowie auf den Festivals im Rheingau, Istanbul, Nürnberg und Luxembourg. Für seine musikalischen Leistungen wurde er mit Stipendien der Weidener Max-Reger-Tage, der Michael-Roever-Stiftung, der Internationalen Maya Plissetz-kaya und Rodion Shchedrin Stiftung ausgezeichnet.

Lorenz Chen

Lorenz Chen | Violine

Der Violinist wurde 1994 in Freiburg im Breisgau geboren. Zu seinen jüngsten Erfolgen zählen u. a. der 1. Preis beim „Internationalen Violinwettbewerb“ 2018 in Harbin, China, der 1. Preis beim „Internationalen Violinwettbewerb Henri Marteau“ 2017 sowie der 2. Preis beim internationalen Wettbewerb „Premio Rodolfo Lipizer“ in Gorizia/Italien 2016. Beim ARD-Musikwettbewerb für Violine 2017 wurde Lorenz Chen für seine herausragende Leistung mit dem U21 Sonderpreis ausgezeichnet. 

Nachdem Chen bereits 2008 in die Jugendklasse von Julia Fischer an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt aufgenommen wurde, begann er 2011 sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2015 ist Lorenz Chen Schüler der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco. 

Er ist mehrfacher 1. Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, dabei ausgezeichnet mit mehreren Sonderpreisen u. a. von der Deutschen Mozart Gesellschaft und der Deutschen Stiftung Musikleben. Dem Stipendiat der Stiftung Yehudi Menuhin Live Music Now wurde außerdem der Jugendförderpreis der Deutsch-Französischen Gesellschaft Freiburg und der Europäische Hoffnungs-Preis der Europäischen Kulturstiftung Pro Europa verliehen. 

Neben seiner Solistentätigkeit trat Chen als Konzertmeister der Jungen Deutschen Philharmonie und des Verbier Festival Orchestra in renommierten Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, Frankfurter Alten Oper und Laeiszhalle Hamburg auf. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des in München ansässigen „Ensemble BlauerReiter“. Des Weiteren übt er regelmäßig Tätigkeiten als Dozent aus, so etwa im Rahmen der „Musikferien am Starnberger See“. 

Katerina Giannitsioti
Katerina Giannitsioti | Cello

Katerina Giannitsioti | Cello

Katerina Giannitsioti, in Lamia in Griechenland geboren, studierte an der Musikhochschule München bei Prof. Walter Nothas und Prof. Wen-Sinn Yang parallel zum Studium der Musikwissenschaften in Athen. Zuletzt hat sie ihr Barockcello-Studium bei Prof. Kristin von der Goltz abgeschlossen. Von 2010 bis 2014 spielte sie im Rahmen eines Zeitvertrags beim Bayerischen Staatsorchester und ist als Gastmusikerin bei Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Rundfunkorchester und den Münchner Philharmonikern tätig.

Auf dem Barockcello verbindet sie eine Zusammenarbeit u. a. mit L´ Accademia Giocosa, dem Salzburger Barockorchester und dem Barockensemble Svabinga Consort. Kammermusikalisch hat sie mit Musikern wie Sebastian Breuninger, Sebastian Manz, Ramón Ortega Quero, Melinda Paulsen und Christoph Poppen zusammengearbeitet und ist bei diversen Kammermusikfestivals wie beim Paxton Festival (Schottland), Stöde Festival (Schweden) und bei der Biennale München aufgetreten. Katerina Giannitsioti ist darüber hinaus seit mehreren Jahren auch als Cello-Lehrerin aktiv.

Marco Riccelli

Marco Riccelli | Klavier

Marco Riccelli, geboren 1980, studierte Klavier bei Paolo Bordoni am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand, wo er sowohl Diplom als auch Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. Parallel dazu nahm er das Studium bei Prof. Margarita Höhenrieder an der Musikhochschule München auf. Er besuchte Meisterkurse bei Oleg Marshev, Bruno Canino, Alexis Weissenberg, Joaquin Achucarro und gewann u. a. den ersten Preis beim „Mozart International Competition“ in Rom.

Als Solist und Kammermusiker war Riccelli mehrfach in Mailand, Turin, Bergamo und München zu hören. Im Mai 2010 spielte er „Music for piano and orchestra“ von Alfred Schnittke im Teatro alla Scala in Mailand. Einige Jahre begleitete er als Korrepetitor am Mailänder Konservatorium Klarinetten-, Horn-, Gesangs- und Dirigierklassen. Als Korrepetitor spielte er zudem bei Meisterkursen von Shlomo Mintz, Anna Chumachenko, Karl Leister, Richard Stolzman und Alessandro Carbonare. 2011 korrepetierte er für Henzes Oper „Elegie für junge Liebende“ in Lugano. 2013 hatte er die musikalische Leitung für „Hexe Hillary geht in die Oper“ am Theater Osnabrück inne. Als Kammermusiker tritt er zusammen mit den unterschiedlichsten Formationen auf. 2009 bis 2012 zählte er zu den Mitgliedern im Ensemble dell’Accademia Teatro alla Scala in Mailand, seit 2014 zur Stammbesetzung des Ensemble BlauerReiter.

Mathias Lachenmayr

Mathias Lachenmayr | Schlagzeug

Mathias Lachenmayr studierte in München bei Peter Sadlo und Adel Shalaby. Schon während dieser Zeit spezialisierte er sich auf zeitgenössische Musik und arbeitete seither mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Harrison Birtwistle, Brian Ferneyhough, Georges Aperghis, Steve Reich, Mark Andre, Beat Furrer und Wolfgang Rihm zusammen. Lachenmayr war bereits auf Festivals und Konzertreihen wie Cresc Biennale Frankfurt, SOU Festival Georgien, Gaudeamus Niederlande, time of music Finnland sowie bei den Internationalen Ferienkursen Darmstadt und den Klangspuren Schwaz zu hören. CD- und Rundfunkproduktionen entstanden für den BR, ORF, NEOS, solo musica, perc pro und YLE Radio 1 (Finnland).

In der Spielzeit 2016/17 war er der Schlagzeuger der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main. Mathias Lachenmayr hat mit einer Vielzahl an Ensembles und Orchestern gespielt, u. a. den Münchner Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern, dem Münchener Kammerorchester, dem Ensemble Windkraft und dem Ensemble Modern. Er ist Mitglied im Ensemble BlauerReiter und im Ensemble Zeitsprung.